Lösungen für Fehler 8007002C-4000D beim Windows 10 Update

Diese Woche habe ich mich entschlossen mein ASUS Notebook noch schnell vor dem 29. Juli 2016 auf Windows 10 upzudaten. Durch den allseits bekannten Fehler 8007002C-4000D hat dieser Vorgang 5 Tage gedauert. Am Ende waren die Bemühungen aber von Erfolg gekrönt.

Fehler 8007002C-4000D beheben

Das Internet ist voll von Webseiten mit Lösungen für den Fehler 8007002C-4000D beim Windows Update. Aber leider findet man wenig nützliche Informationen und muss sich bei der Suche auf seine Intuition verlassen.

Es folgen jetzt 6 wichtige Schritte die Sie beim Update auf Windows 10 beachten sollten.

0. - Datensicherung

Vor Beginn der Arbeit sollten Sie eine Datensicherung durchführen, da beim Update auf Windows 10 allerhand schief laufen kann und nicht sicher ist ob Ihnen danach Ihr altes Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1 noch zur Verfügung steht. Normalerweise wird der alte Zustand im Falle eines Misserfolgs wieder hergestellt, aber garantieren kann das niemand.

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass ich keine Garantie oder Haftung beim Ausführen der folgenden Schritte übernehme. Bei mir hat es so funktioniert. Bei Ihnen kann das natürlich schon ganz anders aussehen. Auch sollte jeder selbst wissen ob er die fachlichen Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Workarounds besitzt oder vielleicht doch professionelle Hilfe benötigt.

1. Updates automatisch installieren

Als nächstes müssen Sie denn Dienst für Windows Updates auf "Updates automatisch installieren" umstellen, falls das noch nicht eingestellt ist.

Um diese Einstellungen vornehmen zu können müssen Sie folgende Listenpunkte durchlaufen:

Wählen Sie den Eintrag "Updates automatisch installieren" im Auswahlmenü "Wichtige Updates" aus und aktivieren Sie die Kontrollkästchen für folgende Punkte:

und bestätigen Sie diese Änderung mit "OK".

Da Microsoft einem später keine Wahl mehr lässt ob man Updates installieren will ist dieser Schritt obligatorisch.

2. Erforderliche Dienste aktivieren

Folgende Dienste müssen vor einem Update aktiviert sein und auch "laufen".

2.1 Windows Update - wuauserv

Dieser Dienst wird zur Erkennung, zum Herunterladen und zur Installation von Updates für Windows und andere Programme benötigt. Er ist also für ein erfolgreiches Windows 10 Upgrade elementar wichtig.

Der Starttyp "Automatisch (Verzögerter Start)" ist ausreichend.

2.2 Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst - BITS

Dieser Dienst überträgt, wie sein Name schon sagt, Dateien im Hintergrund wenn sich Netzwerkbandbreite im Leerlauf befindet. Seine Aktivierung ist eine Voraussetzung für die volle Funktionalität des Windows Update. Dieses könnte sonst Updates nicht automatisch herunterladen.

Der Starttyp "Automatisch (Verzögerter Start)" sollte auch hier ausreichend sein.

2.3 Server - LanmanServer

Dieser Dienst unterstützt Datei-, Drucker- und Named-Piped-Freigabe für das Netzwerk. Da der Computerbrowser von diesem Dienst abhängig ist könnte er nicht mehr gestartet werden wenn der Server nicht "läuft".

Der Starttyp ist hier "Automatisch".

2.4 Arbeitsstationsdienst - LanmanWorkstation

Dieser Dienst erstellt und wartet Clientnetzwerkverbindungen mit Remoteservern unter Verwendung des SMB-Protkolls. Der Computerbrowser ist auch von diesem Dienst abhängig und könnte nicht mehr gestartet werden wenn der Arbeitsstationsdienst nicht "läuft".

Der Starttyp ist hier "Automatisch".

2.5 TCP/IP-NetBIOS-Hilfsdienst - lmhosts

Dieser Dienst bietet Unterstützung für den NetBIOS-über-TCP/IP-Dienst (NetBT) und die NetBIOS-Namensauflösung für Clients im Netzwerk, so dass Benutzer Daten gemeinsam nutzen, drucken und sich am Netzwerk anmelden können. Windows nutzt auch heute noch die NetBIOS-Namensauflösung und wenn diese nicht funktioniert ist es aufgeschmissen.

Der Starttyp ist hier "Automatisch".

2.6 IKE- und AuthIP IPsec-Schlüsselerstellungsmodule - IKEEXT

Diese Schlüsselerstellungsmodule werden zur Authentifizierung und zum Schlüsselaustausch in Internet Protocol Security (IPsec) verwendet. Wenn Sie den IKEEXT-Dienst anhalten oder deaktivieren, wird der IKE/AuthIP-Schlüsselaustausch mit Peercomputern deaktiviert. IKEEXT wird vom svchost-Prozess von Windows Update verwendet.

Der Starttyp ist hier "Automatisch".

3. Upgrade im Registry Editor erlauben

Drücken Sie die Tastenkombination WIN+R und geben Sie im "Ausführen" Fenster "regedit" ein.

Dort hangeln Sie sich durch folgende Listenpunkte:

zum Registry Key "OSUpgrade" durch.

Dieser sollte einen DWORD Wert "AllowOSUpgrade" mit dem Datum "1" haben. Also binär wäre das "0x00000001". Nur wenn dieser Wert auf 1 also true steht wird dem Betriebssystem ein Upgrade auf ein höheres Betriebssystem erlaubt.

4. Neustart und Computer aktualisieren

An dieser Stelle sollten Sie einen Neustart durchführen und den Computer danach alle angebotenen Updates, außer dem Windows 10 Update, installieren lassen. Dieses sollte definitiv erst nach dem folgenden Punkt erlaubt werden!

5. Virenscanner deinstallieren

Der letzte Punkt ist die Deinstallation des Virenscanners. Da dieser sich tief ins Betriebssystem eingegraben hat, kann er das Upgrade auf Windows 10 behindern. Sie können es auch mit einer Deaktivierung versuchen, aber ich glaube eine Deinstallation ist sauberer. Danach sollten Sie natürlich keine Programme mehr ausführen oder im Internet serven, da Sie nicht mehr geschützt sind!!!

6. Upgrade auf Windows 10

An dieser Stelle entfernen Sie bitte alle nicht notwendigen USB Geräte von Ihrem Computer. Das betrifft Drucker, Festplatten, Sticks, NAS Systeme, Hubs und vieles mehr. Adapter für drahtlose Mäuse oder Tastaturen sollten durch schnurgebundene Geräte ersetzt werden.

Im Idealfall haben Sie nur noch Tastatur, Maus, Netzwerkkabel, Monitor und die Stromversorgung angeschlossen. Am Notebook wären das dann Netzwerkkabel und Stromversorgung. Da der Vorgang sehr lange dauern kann wird der Akku allein nicht ausreichen.

Wie Sie sehen bevorzuge ich auch ein kabelgebundenes Netzwerk gegenüber WLAN, da auch WLAN Komponenten Probleme verursachen können.

Machen Sie jetzt noch einmal einen Neustart. Schauen Sie ob der Virenscanner vollständig und sauber deinstalliert wurde. Überprüfen Sie noch einmal ob alle benötigten Dienste laufen.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind können Sie jetzt das Upgrade durchführen. Klicken Sie auf das Windows 10 Update Symbol im Systray und starten Sie den Vorgang.

Ich hoffe die Beschreibung hat Ihnen beim beheben des Fehler 8007002C-4000D geholfen und das Windows 10 Upgrade ist erfolgreich durchgelaufen.

Vergessen Sie bitte nicht danach sofort den Virenscanner wieder zu installieren, bevor Sie ins Internet gehen oder Programme ausführen. Übrigens egal ob das Upgrade funktioniert hat oder nicht!

Sollte der Fehler 8007002C-4000D immer noch auftauchen ist Ihr Computer vielleicht nicht geeignet für ein Update, da es für Ihre Komponenten keine Windows 10 Treiber gibt.

Weitere Möglichkeiten wären noch:

Diese Liste lässt sich problemlos noch weiter verlängern.

Es muss jeder selber wissen wieviel Aufwand er betreiben möchte und kann um das Windows 10 Upgrade durchzuführen.

Wenn das Upgrade fehlschlägt und das Rollback auf Ihr altes Windows Betriebssystem durchgeführt wurde, werden übrigens 2 Protokolldateien angelegt:

Eventuell kann es Ihnen helfen diese anzuschauen und im Internet nach den angegebenen Fehlern zu suchen oder Teile der Logdatei erfahrenen Usern für die Fehlersuche zur Verfügung zu stellen.

Sie müssen diese beiden Dateien aber vorher auf den Desktop kopieren, da der Lesezugriff im Originalordner geschützt ist.

Vielleicht helfen Ihnen auch folgende Links weiter:

Hilfe zum Upgrade auf Windows 10
Das Windows 10 Update voll im Griff | c't Magazin
Windows 10 abrufen